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W e s e r w e g   3
3 0 8 5 1   L a n g e n h a g e n
P o s t f a c h   1 7 6 5
3 0 8 3 8   L a n g e n h a g e n

T e l e f o n   u n d   F a x :
( 0 5 1 1 )   7 2 4 2 2 7 4
V o r s i t z e n d e r :
A n d r e a s   S c h a r f

S t e l l v e r t r .   V o r s i t z e n d e r :
M a t t h i a s   K l e c z k a

F i n a n z e n :
L o t h a r   A u g e

B a n k v e r b i n d u n g :
S p a r k a s s e   H a n n o v e r
B L Z   2 5 0   5 0 1   8 0
K o n t o - N r .   9 0 1   8 4   0 9

A m t s g e r i c h t   H a n n o v e r
V e r e i n s r e g i s t e r   N r .   6 5 2 5


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Rundbrief: 1996 im Januar




Liebe Paten, Mitglieder und Freunde!

Obgleich es in Brasilien sehr wohl "nackte Armut" gebe, fehlten in diesem Lande die Bettler. Diese erstaunliche Beobachtung, die Stefan Zweig in seinem Buch "Brasilien ein Land der Zukunft" beschreibt, stammt allerdings aus dem Jahr 1941. Heute gibt es nun aber sehr wohl Bettler überall in Brasilien, und immer mehr ungelöste soziale Fragen scheinen die ehedem so erfolgversprechende Entwicklung dieses "Landes der Zukunft" in Frage zu stellen. Wie bei jedem Verteilungskampf, so sind auch beim Kampf um soziale Sicherheit die Schwächsten die Verlierer. So werden unzählige Kinder in dem scheinbar so kinderfreundlichen Land um ihre Kindheit betrogen. Nach Angaben des brasilianischen Staatspräsidenten Cardoso werden in Brasilien drei Millionen Kinder im Alter von zehn bis vierzehn Jahren auf verbrecherische Weise ausgebeutet. So seien in den Steinbrüchen und Gruben in 13 Städten im Innern des Bundesstaates Bahia 80 Prozent der Beschäftigten Kinder. Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren hätten sich in Bahia bei der schweren Arbeit verletzt, zum Teil hätten sie Finger, Hände und in einigen Fällen sogar Arme verloren.

Wir können mit der Arbeit des Brasilienhilfe e.V. die sozialen Probleme des Landes natürlich nicht lösen. Aber - wir können einzelne Kinder vor einem menschenfeindlichen Schicksal bewahren. Aus der Sicht der Gesellschaft mag dies ein Tropfen auf den heißen Stein sein; aus Sicht des Kindes jedoch rettet eben dieser Tropfen Leben oder macht es zumindest lebenswert.

Zwischenzeitlich sind in Salvador (Bahia) drei Kinderhäuser in Betrieb, die wir nach Kräften unterstützen. Eine wichtige Veränderung ergab sich leider im zweiten Kinderhaus. Der Träger der Kinderhäuser , die dortige Kolpingsfamilie, trennte sich von der Sozialmutter Rilza Santos de Jesus. Es gab Probleme. Das Kinderhaus wurde renoviert. Eine neue Sozialmutter wird noch gesucht.

Die Finanzierung der Kinderhäuser erfolgt ausschließlich über private Spenden. Unsere Patenschaften sichern hier einen sehr wesentlichen Teil des Lebensunterhalts.

Allen Paten, Mitgliedern und Freunden unseres Vereins möchten wir sehr herzlich für ihre zuverlässige und wirksame Hilfe danken.

Zum Schluss noch eine Bitte. Wenn Sie Fragen zu der Arbeit des Vereins, oder allgemein zu Brasilien haben oder Informationen zu bestimmten Themen der Entwicklungszusammenarbeit benötigen, rufen Sie uns an oder schreiben sie uns einfach. Wir freuen uns über jede Information die wir zu diesen Themen weitergeben können.

Mit besten Grüßen und guten Wünschen für eine gesundes Jahr 1996

Ihr /Euer

Andreas Scharf Matthias Kritten






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